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Austausch zur Sicherheit und Fankultur im Fußball in Leipzig mit dem Sächsischen Fußball-Verband, Hermann Winkler und RB Leipzig

verfasst am 05.06.2026

Wie können wir dafür sorgen, dass Fußballereignisse sicher und mit einem respektvollen Miteinander stattfinden und gleichzeitig die Fankultur gelebt werden kann? Diese Frage war Thema meiner Termine in Leipzig.

Dort habe ich mit dem Sächsischen Fußball-Verband und dem DFB-Vizepräsidenten Hermann Winkler gesprochen und war in der neuen Geschäftsstelle bei RB Leipzig zu Besuch. Dabei haben wir uns über unterschiedliche Sicherheitskonzepte und präventive Maßnahmen im Profisport und Amateurbereich ausgetauscht.

Der deutsche Fußball lebt von der Fankultur, von der Fanszene, die Choreografien und Fanaktionen organisiert und für die Stimmung in den Stadien sorgt. Diese Fankultur findet ihre Grenzen, sobald sie in Gewalt umschlägt. Das können physische Gewalt, wie das Schlagen, Treten oder Schubsen und psychische Gewalt durch Beleidigungen und Bedrohungen sein. Häufig stehen Fanszenen in einem scheinbar unversöhnlichen Konflikt mit der Polizei, kaum ein Fußballspiel verläuft ohne das gefährliche Abbrennen von Feuerwerkskörpern inmitten von Fanblöcken.

Die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen und Sicherheitskräfte steigen immer weiter an. Gleichzeitig bemühen sich einige Vereine um neue Sicherheitskonzepte – und Vorschläge, die als generelles Vorbild für Regelungen genommen werden können. Darunter fallen personalisierte Tickets, um potentielle Täter schnell identifizieren zu können, Stadionverbote für Wiederholungstäter, Shuttlebusse für Gästefans und eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und der Polizei.

Es ist mir wichtig, dass Fußballspiele weiter im gewohnten Rahmen und Umfang stattfinden können, ohne Ausschreitungen, Blockstürmungen und Pyrotechnik. Die Überlegung, nur noch Sitzplätze in Stadien zuzulassen, um potentielle Störer identifizieren zu können, soll ultima ratio bleiben. Dazu braucht es einen regelmäßigen Austausch und Zusammenarbeit der Vereine, der Fans, der Polizei und der Politik.