Gemeinsam mit Conrad Clemens hat sich Florian Oest ein Bild vom Areal der früheren Anker-Teigwarenfabrik in Löbau gemacht. Im Gespräch mit den Engagierten vor Ort ging es um die Geschichte des Geländes, den heutigen Zustand und die Frage, wie dem alten Fabrikkomplex wieder neues Leben eingehaucht werden kann.
Die Geschichte des Standortes reicht bis 1874 zurück. Der Gebäudekomplex wurde über viele Jahrzehnte erweitert, umgebaut und geprägt. Bis 1992 wurden hier Teigwaren produziert, seit 2010 steht der Komplex leer. Die Löbauer Nudelfabrik ist mehr als ein alter Industriebau. In Verbindung mit dem benachbarten Haus Schminke gehört sie zu einem Denkmalensemble von überregionaler Bedeutung.
Beim Rundgang auf dem Fabrikhof wurde deutlich, wie viel in diesem Ort steckt. Mit „FABRIK reanimiert“ gibt es bereits Beteiligungsformate und Veranstaltungen, die in Löbau gut angenommen werden. Im Austausch wurden mögliche Nutzungen für Bildung, Handwerk, Kultur und Gewerbe besprochen. Vorrang hat nun die Sicherung der Gebäudehülle. Besonders die Dächer müssen saniert werden, damit keine weiteren Schäden am Bauwerk entstehen.
Florian Oest unterstützt das Ziel, die ehemalige Nudelfabrik schrittweise zu erhalten und wieder nutzbar zu machen. Für Löbau ist sie ein besonderer Ort mit Geschichte, Charakter und der Chance, wieder ein lebendiger Teil der Stadt zu werden.